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Das Unglück hat einen Namen – North Brother Island

11. Juni 2017

Im East River, zwischen der Bronx und Queens, liegt die kleine Insel North Brother Island. Auf ihr stehen mehrere Gebäude, doch die sind längst zugewuchert. Seit mehr als 50 Jahren ist die Insel verlassen, betreten darf sie niemand. Dennoch ist es einigen Fotografen gelungen, Aufnahmen von den zerfallenen Häusern zu machen. SOCIETYBLOG erzählt die düstere Geschichte von New Yorks verlassener Insel.

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Unheilvoll klingt allein schon die Lage der Insel: Das Hell Gate („Höllentor“) ist eine Meerenge im East River zwischen der Bronx und Queens, in der so gefährliche Strömungen herrschen, dass hier Ende des 19. Jahrhunderts Hunderte Schiffe sanken. Auch heute noch gilt dieser Teil des East River als besonders schwierig zu befahren.

Entdeckt wurden North Brother Island und die kleinere Schwester-Insel South Brother Island bereits im Jahr 1614. Wegen der Strömungen und tückischen Strudel im Fluss blieben die Inseln lange Zeit unbewohnt. 1885 dann entschied die Stadt, auf North Brother Island ein Quarantäne-Krankenhaus zu errichten, das Riverside Hospital. Im dicht besiedelten New York wüteten ansteckende Krankheiten wie Lepra, Tuberkulose, Pocken, Typhus und Kinderlähmung, damals oft mit tödlichem Verlauf. Der Standort der Insel schien perfekt: nah dran an der Stadt und durch das Wasser doch isoliert.

Schnell füllte sich das neue Krankenhaus, übernahm auch die Patienten aus einer anderen Quarantäne-Station. Nach wenigen Jahren platzte das Riverside Hospital aus allen Nähten, während einer Typhus-Welle in den 1890er-Jahren waren es mehr als 1200 Patienten, die wegen Platzmangels in Zelten außerhalb des Krankenhauses untergebracht waren. Die hygienischen Zustände damals müssen katastrophal gewesen sein, es mangelte an medizinischen Geräten und an Personal.

Schiffsunglück vor der Insel

Mitten in dieser ohnehin schwierigen Zeit passierte genau vor der Insel die bis heute schlimmste Schiffskatastrophe der USA: Am 15. Juni 1904 geriet der Raddampfer General Slocum bei einer Fahrt über den East River in Brand und sank. 1021 Menschen starben, die meisten von ihnen Frauen und Kinder aus New Yorks deutscher Einwanderer-Gemeinde. Viele ertranken in der starken Strömung des Flusses oder wurden vom Schaufelrad des Schiffes zermalmt. Man vermutet, dass die Zahl der Opfer sogar noch höher war, weil Kinder unter einem Jahr keinen Fahrschein brauchten. Das völlig ausgebrannte Schiff strandete schließlich auf North Brother Island. Das Personal des Riverside Hospital und die Patienten halfen bei der Rettung von Überlebenden und bildeten eine menschliche Kette zwischen Küste und Krankenhaus. Nur 321 Menschen überlebten das Unglück.

In die Schlagzeilen geriet North Brother Island wenige Jahre später erneut, als das Krankenhaus seine berühmteste Langzeitbewohnerin aufnahm. Mary Malloon, auch bekannt als „Typhus-Mary“, hatte jahrelang in New York als Köchin gearbeitet und unbemerkt mehr als 50 Menschen mit Typhus angesteckt. Das erste Mal kam die irische Einwanderin ab 1907 für drei Jahre in die Isolation nach North Brother Island. Als sie nach ihrer Entlassung erneut mehrere Menschen mit Typhus infizierte, verwies die New Yorker Gesundheitsbehörde sie auf Lebenszeit nach North Brother Island, wo sie schließlich 1938 an einer Lungenentzündung starb. Wenig später wurde das Krankenhaus geschlossen.

Drogenabhängige auf Entzug

Wenn Sie dachten, damit endet die bis hierhin schon mehr als düstere Geschichte der Insel, müssen wir Sie leider enttäuschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Stadt North Brother Island zunächst für etwa sieben Jahre als Wohnprojekt für Kriegsveteranen, die in New York City studierten – dies war vielleicht die unbeschwerteste Zeit auf dem kleinen Eiland. Ab 1952 aber, so ist es in verschiedenen Quellen überliefert, gellten erneut markerschütternde Schreie aus den Gemäuern der Insel. Dieses Mal waren es keine Kranken, sondern junge Drogenabhängige, die man auf der isolierten Insel auf Entzug setzte – viele davon angeblich gegen ihren Willen. Heroinabhängige sollen so lange in den Klinikräumen eingesperrt worden sein, bis sie clean waren.

Doch das Drogenentzugsprogramm scheiterte, vermutlich, weil zu viele Patienten wieder rückfällig wurden. Auch von Korruption unter den Angestellten ist die Rede. Im Jahr 1964 schloss die Klinik für immer ihre Pforten. Mehr als 50 Jahre sind seitdem vergangen. 50 Jahre, in denen die Insel komplett sich selbst überlassen wurde. Obwohl der Zutritt streng verboten ist, ist es einigen Fotografen doch gelungen, auf die Insel zu kommen – entweder illegal oder mit einer selten vergebenen Sondergenehmigung der Stadt. Wie viele andere verlassene Orte auf der Welt strahlt auch North Brother Island einen besonderen Charme aus, der sich irgendwo zwischen Grusel und Faszination und bewegt. Die Fotos zeigen, wie die Gebäude mehr und mehr verfallen, die Böden und Wände sind von Moos bewachsen. Noch immer stehen hier die Möbel aus einer längst vergangenen Zeit, rostige Betten und verbogene Behandlungstische. Der Boden eines Zimmers ist komplett mit Büchern übersät. Am Zustand der Insel wird sich so schnell wohl nichts ändern. Dabei könnte man sich heute hier so einiges vorstellen. Zum Beispiel Führungen für New Yorker und Touristen, die mehr über die bewegte Geschichte des Eilandes wissen wollen. Oder aber ein hippes Hotel oder einen reichen Promi, der sich hier sein privates Domizil errichtet. Doch nichts dergleichen ist geplant. Die Stadt hüllt sich über die Vergangenheit und die Zukunft von North Brother Island in Schweigen – eine entsprechende Anfrage von Societyblog an den Bürgermeister von New York blieb bis heute unbeantwortet. Vielleicht spricht man nicht gerne über diesen düsteren Teil der Geschichte.

Bis auf Weiteres bleibt North Brother Island also unbewohnt und für die Öffentlichkeit gesperrt. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so, denn etwas Positives gibt es von North Brother Island dann doch zu berichten: Begünstigt durch die geschützte Lage, die üppig wachsende Natur und die seltene Anwesenheit von Menschen hat sich inzwischen eine große Kolonie von Nachtreihern auf der Insel angesiedelt.

Bilder und Textquellen: Blogspot.com und Travelbook.com

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Ich war noch niemals in New York

4. August 2016

Ich war noch niemals in New York

Das Musical mit den Liedern von Udo Jürgens – Stadthalle Graz, 20.08.2016 – 28.08.2016

Es ist über zehn Jahre her, als die Idee entstand, mit den Liedern von Udo Jürgens ein Musical zu schaffen. Er selbst war einer der treibenden Kräfte und erfüllte sich einen Traum. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK wurde seit der Uraufführung zu einem internationalen Erfolg und wird nach dem Tod von Udo Jürgens zu seinem musikalischen Vermächtnis.
Das Musical mit 20 seiner größten Hits ehrt „den größten deutschsprachigen Popstar der vergangenen Jahrzehnte“ (Der Spiegel). Aus bekannten Songs von Udo Jürgens wie „Siebzehn Jahr, blondes Jahr“, „Merci, Chérie“, „Griechischer Wein“, „Mit 66 Jahren“ und „Ich war noch niemals in New York“ entstand ein Musical, das Generationen verbindet und das Mut macht, seine Träume zu leben. Eine Komödie mit Tiefgang und ein Musical zum Lachen. Die schönste Erinnerung an ein Genie.
Das Musical feierte Erfolge in Deutschland (Hamburg, Stuttgart, Oberhausen, Berlin), in Österreich (Wien), in der Schweiz (Zürich) und in Japan (Tokio). Seit der Uraufführung von ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK 2007 in Hamburg haben fast vier Millionen Zuschauer diese Show genossen.
Irgendwann will man auch loslassen können. Nach unzähligen Pflichtaufgaben Neues erkunden. Das Leben genießen, die Liebe, sich selbst entdecken und seine Träume leben. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK bringt diese Lebensqualität auf die Bühne. Mit einem Mix aus Leichtigkeit, Charme, Humor und nachdenklichen Momenten nimmt uns das Musical mit auf eine Reise ins Leben. Die große Fahrt beginnt im Theatersaal. Ein gigantisches Kreuzfahrtschiff legt ab, um unsere Sehnsüchte zu erfüllen. Was dann kommt, ist Lebensfreude pur. Prachtvolle Kostüme, spektakuläre Tanzeinlagen und eine atemberaubende Bühnentechnik setzen die Story so intensiv in Szene, dass man als Zuschauer alles um sich herum vergisst.

Inhalt:

Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehn! Im Mittelpunkt des Musicals stehen Träume und Sehnsüchte. Die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg träumt davon, endlich den deutschen Fernsehpreis zu gewinnen. Ihre Mutter Maria schmiedet mit ihrem Freund Otto derweil im Altersheim große Pläne. Beide wollen sich Ihren Lebenstraum erfüllen: Hochzeit unter der Freiheitsstatue, denn: Sie waren noch niemals in New York.
Heimlich besteigt das Paar ein Kreuzfahrtschiff mit Kurs auf Amerika. Bei dem Versuch, ihre Mutter aufzuhalten, trifft Lisa gemeinsam mit Costa und Fred, ihren treuen TV Kollegen, die als schwules Paar bereits ihr Glück gefunden haben, auf Ottos Sohn Axel und dessen Junior Florian.
An Bord des Kreuzfahrtschiffes nehmen die Verwicklungen ihren turbulenten Höhepunkt im Aufeinandertreffen der drei Generationen auf hoher See. Während für Maria und Otto der Himmel voller Geigen hängt, lernen Lisa und Axel erst an Bord, was wirklich wichtig ist am Leben: Teil einer Familie zu sein.

Pressestimmen:
„Perfektes Entertainment mit Überraschungsknaller.“ Der Tagesspiegel
„Gesang und Tanz in Perfektion.“ FAZ

Termine:

20.08.2016 – 28.08.2016 
Spielzeiten:

Dienstag – Freitag, 19:30 Uhr

Samstag + Sonntag, 14:30 + 19:30 Uhr

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Society BLOG© Reisetipp: New York

19. November 2014

Station 2 auf unserer USA Reise ist New York…

Ich war noch niemals in NY…

…wenn auch Sie diese Worte sagen (oder singen) können, dann wird es aber Zeit, das zu ändern. Denn New York ist immer eine Reise wert. Ein Bericht wie dieser kann auch „nur“ neugierig machen und ein paar Tipps geben, denn hier ist gar nicht genügend Platz, um über alles ausführlich zu berichten, was es in New York – der Stadt, die niemals schläft – alles zu sehen und erleben gibt!

Ab nach New York …

Der Weg vom Flughafen in die Stadt dauert zwar etwa 1,5 Stunden, dafür ist die Fahrt jedoch sehr preiswert. Gleich vorweg: Wer das erste Mal nach New York kommt, sollte nicht erwarten, bei den ganzen Zugverbindungen in der Stadt auf Anhieb den Überblick zu haben. Als Tourist ist man auf die New Yorker Subway angewiesen und wundern Sie sich nicht, wenn Sie keine Fahrpläne finden. Im Prinzip wartet jeder einfach, bis eine Bahn kommt. Und Sie sollten unbedingt eine Anfahrtsbeschreibung zu Ihrer Unterkunft mitbringen bzw. beim ersten Mal das Taxi nehmen, um stressfrei und sicher zu Ihrem Hotel oder Ihren Gastgebern zu gelangen.

Vielleicht beginnen Sie Ihre Reise mit einem Besuch der Touristen-Info, um an eine Stadtkarte zu kommen und ebenso wichtig: eine Übersicht für die subway, die zu nutzen in New York unabdingbar ist. Ein Wochenticket kostet rund $ 30, also eine recht günstige Variante, damit Sie von A nach B kommen. Ein Tipp an dieser Stelle: Sorgen Sie für genügend Münzen, denn viele Automaten nehmen keine Scheine an…

Was Sie in New York unbedingt sehen sollten…

Zu einer der beliebtesten Adressen gehört zweifelsohne der Times Square, eine wahre Sinnesüberflutung sondergleichen. Alles ist laut und bunt, tausende Menschen und gefühlt genauso viele Geschäfte – wie man es sich eben vorstellt und aus den Filmen kennt. Sie kommen auch zum Broadway, der genau durch den Times Square führt – dort können Sie an einem der zahllosen kleinen Tische mit Stühlen, die für die Besucher überall aufgestellt sind, eine kleine Pause einlegen und die grandiose Stimmung genießen.
Wenn Sie die Stadt von oben sehen und sich einen Überblick verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen, auf das Empire State Building zu fahren. Um die $ 25 kostet die Fahrt mit einem der schnellsten Aufzüge der Stadt, um auf die beliebte Aussichtsplattform zu gelangen. Die Aussicht ist einmalig und von hier werden Sie das ganze Ausmaß von New York erkennen.

Diese Aussicht von oben ist definitiv für jeden zu empfehlen, der eine Reise nach New York unternimmt – und als Alternative dafür ist auch das Rockefeller Center empfehlen, von wo der Ausblick fast noch schöner ist. Sie können wunderbar auf den Central Park und werden das Empire State Building in seiner vollen Größe bewundern können, auch wenn das Rockefeller Center einige Stockwerke niedriger ist. Und ein Geheimtipp, den wir empfehlen können, diesen Höhenausflug auf einen späten Nachmittag zu legen, um dann bis zum Abend zu bleiben, denn der Sonnenuntergang und die Stadt bei Nacht sind einfach traumhaft schön. Die Tickets dafür können Sie bereits im Laufe des Tages für die gewünschte Uhrzeit kaufen und müssen dann auch nicht so lange warten…
DSCN1570Der Central Park gehört zu den weiteren Highlights – er ist so riesengroß, und dennoch werden Sie das Gefühl haben, als sei die halbe Stadt im Park. Wer einen Sinn für Sport hat, der kann ja unter Umständen seine Reise so legen, dass er ein Spiel im Yankees Stadion mitverfolgen kann.

Eine weiteres Reiseziel ist Lower Manhattan. Sie können mit der Bahn direkt bis zur Staten Island Ferry fahren, wo Sie direkt in die kostenlose Fähre umsteigen können. Die Staten Island Ferry ist ein sehr beliebtes Touristenziel, weil dies nichts kostet und an der weltberühmten Freiheitsstatue vorbeiführt. Sie können zwischen verschiedenen Anbietern wählen, die Touren vom Battery Park direkt zur Statue of Liberty anbieten. Und für die, denen das Vorbeifahren genügt, können sich für die kostenlose Staten Island Ferry entscheiden.
Auch die Gegend um die Wall Street herum ist einen Besuch wert. Sie werden viele New Yorker sehen, die sich mit ihrem Lunch in einen kleinen Park setzen und dort ihre Pause genießen. Von diesen kleinen Parks gibt es viele, die von den New Yorkern natürlich sehr gerne zur Erholung genutzt werden.

Wer eine Reise nach New York macht, der darf auch die Grand Central Station nicht verpassen. Ein wirklich sehenswert schöner Bahnhof – und wenn Sie schon dort sind, sollten Sie auch die Bücherei   in dem beeindruckenden Gebäude im Bryant Park besuchen.

Eine weitere lohnenswerte Station ist auch der Highline im Meatpacking District – dies ist eine alte Bahnstraße, die in ca. 10 Metern Höhe durch das Viertel führt und nicht abgerissen wurde, da sich einige Leute für ihren Umbau in ein kleines Naherholungszentrum stark gemacht haben. Heute ist diese Strecke bepflanzt und gepflastert und es gibt Wiesen, Bänke, Liegestühle und inzwischen sogar einige Shops, wo man selbstgemachtes Eis und Kaffee bekommt. Wir legen Ihnen auch einen schönen Spaziergang über die Brooklyn Bridge ans Herz, auf der Sie die New Yorker Skyline genießen können – und last but not least gehört natürlich auch das genussvolle Einkaufen dazu, wenn Sie New York erleben!

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Society BLOG © wünscht Ihnen eine wunderbare Zeit in New York!